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Tuesday, May 17, 2011

Schuldengrenze erreicht: Amerika darf sich kein neues Geld leihen

FRANKFURTER ALLGEMEINE: Die Vereinigten Staaten haben ihre Schuldengrenze erreicht und dürfen sich kein neues Geld leihen. Noch können das Sondermaßnahmen hinauszögern. Präsident Obama warnt vor einer neuen Krise - schlimmer als die jüngste.

Die Vereinigten Staaten haben am Montag die gesetzlich erlaubte Schuldengrenze erreicht und dürfen sich kein frisches Geld mehr leihen (siehe Amerika stößt an seine Schuldengrenze). Das Finanzministerium kann nach eigenen Angaben mit Hilfe von Sondermaßnahmen bis zum 2. August Mittel auftreiben, um Rechnungen zu bezahlen. Die Frist könne sich ändern - je nach Entwicklung von Ausgaben und Einnahmen. In den Blick rücken nun die Notreserven und das Tafelsilber. Zunächst will die Regierung ihre Einzahlungen in die staatliche Altersvorsorge stoppen, um den Haushalt zu entlasten. Die Republikaner forderten unterdessen neue Sparanstrengungen.

Wird die Schuldengrenze von derzeit 14,3 Billionen Dollar bis zum Fristablauf nicht erhöht, droht der Zahlungsausfall. Präsident Barack Obama warnte, dann könnten die Vereinigten Staaten in eine Rezession rutschen und eine Finanzkrise lostreten, die schlimmer wäre als die jüngste. » | FAZ.NET / Reuters | Dienstag, 17. Mai 2011

Wednesday, February 16, 2011

Amerika ist fast wie Griechenland

ZEIT ONLINE: Die US-Schulden wachsen dramatisch. Doch Demokraten wie Republikaner schweigen über die notwendigen Sparmaßnahmen, denn 2012 wird gewählt.

Sind die USA noch zu retten? Ein Drittel der laufenden Ausgaben kann das Land nur durch Aufnahme neuer Schulden decken. Die Gesamtverschuldung durchbricht gerade die Schallmauer der kompletten Wertschöpfung eines Jahres. 14.300.000.000.000 Dollar. Amiland ist abgebrannt. Es ist das neue Griechenland – nur viel schlimmer.

Erstens sind die USA die größte Volkswirtschaft der Erde, mit weitem Abstand vor der neuen Nummer zwei, China. Zweitens hängt die wichtigste Weltwährung, der Dollar, von der Seriosität amerikanischer Finanzpolitik ab. Drittens war die Finanzkrise nur der Auslöser; die Probleme enden nicht, wenn die Konjunktur anspringt. Die Ursachen sind vielmehr struktureller Natur, auch die US-Bevölkerung altert, die staatlichen Zuschüsse zu den Sicherungssystemen explodieren. Viertens muss die Rettung von innen kommen. Im Fall Griechenlands hatten die Euro-Partner Druckmittel: Sie machten ihre Hilfe abhängig von Athens Selbstdisziplin. Es gibt keine Autorität, die die USA in ähnlicher Weise auf den Pfad der Tugend zurückzwingen kann. >>> Von Christoph von Marschall | Dienstag, 15. Februar 2011